FluxPort in der Höhle des Löwen: Am 31. Oktober, um 20:15 Uhr lief unser Pitch vor den Löwen auf Vox. Wir, das Berliner Start-up mit der Idee, eine Infrastruktur zum Aufladen des Smartphones zu schaffen, blicken zurück und teilen unsere Eindrücke.

Wie wir uns bewarben

Bei FluxPort arbeiten wir daran, möglichst schnell ein flächendeckendes Netzwerk zum kabellosen Laden aufzubauen. Wir sind gebootstrappt – je mehr Ressourcen wir haben, desto größere Sprünge können wir machen. Zusätzlich ist die Wireless-Charging-Technologie noch nicht allen bekannt, das könnte sich ändern. Das trieb uns an, im Herbst 2016 bei einem Open Call der “Die Höhle der Löwen” im Berliner Co-Workingspace Mindspace teilzunehmen. Die FluxPort-Idee überzeugte die Produzenten und Anfang 2017 erhielten wir die Zusage für die Sendung.

Die Vorbereitung

Im Vorfeld der Sendung haben wir insbesondere in die Entwicklung der FluxPort Coins App investiert und suchten Gespräche mit Finanzexperten und Beratern, um Feedback zu unserem Pitch einzuholen und ihn bestmöglichst zu gestalten. Leider ist die FluxPort-Idee keine Fertig-Soße, die wir im Pitch mixen und die Löwen dann fragen, ob es schmeckt oder nicht. Da wir ein vielschichtiges Business-Modell haben – aus Hardware, AI-Software, digitale und analoge Werbeeinnahmen – war der Pitch-Vorbereitungsprozess nicht so einfach. Das war die größte Herausforderung.

Der Pitch und die harsche Kritik von Frank Thelen

Ja, es tut weh, Kritik am eigenen Unternehmen im Fernsehen zu sehen, mit dem Gefühl, Teile unseres Geschäftsmodells – wie die zugehörige App, den Einsatz künstlicher Intelligenz – nicht vorstellen oder berücksichtigen lassen zu können. Und, natürlich, es steckt einfach viel Herzblut in einem solchen Projekt. Als Gründer investierst du unheimlich viel Zeit und Geld in eine Idee, du steckst viel erfragtes und ungefragtes Feedback ein. Aus einer Idee aus dem Nichts etwas auszubauen, verlangt Disziplin, Wissen und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Wir beschäftigen uns seit über drei Jahren mit Wireless Charging, wir sind Ingenieure und die Löwen nicht die ersten Investoren, die sich unser Modell angehört haben. Sollten wir Frank noch einmal auf einer der vielen Startup Events treffen, können wir vielleicht gemeinsam einmal darüber schmunzeln.

FluxPort bei Die Höhle der Löwen Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Warum seid ihr mit einer solch’ hohen Bewertung in die Sendung gegangen?

Unsere Bewertung haben wir vorab mehrfach gegenprüfen lassen, von Finanzexperten, von Unternehmensberatern und auch von Investoren, mit denen wir bereits in Gesprächen waren. Ihnen können wir kaum vorwerfen, sie hätten alle keine Ahnung. Ja, unsere Bewertung war für die Sendung, in der die Löwen nicht selten die Unternehmensbewertung während des Pitches um die Hälfte drücken und dann vielleicht ein paar Zehntausend oder niedrige sechsstellige Summe investieren, zu hoch. Wir sind einfach unverfälscht in die Sendung gegangen. FluxPort besteht schon seit drei Jahren, wir sind kein ganz neu gegründetes Start-up in der Seed-Phase, wir haben einen anderen Finanzierungsbedarf.

Das Urteil der Zuschauer

Der Auftritt bei der Höhle der Löwen war eine einzigartige Erfahrung für uns. Die Aufmerksamkeit freut uns natürlich und wenn sie FluxPort vielen Menschen näherbringt, ist das großartig. Wir waren einer der ersten Qi-Wireless-Charging-Anbieter auf dem Markt noch vor Ikea, noch vor den großen Smartphone- und Autoherstellern. Eine Infrastruktur aus Home-, Car-, Office- und Out-of-Home-Produkten bietet in der Form wie wir auch noch kein weiterer Anbieter an. Mit dem Launch des iPhone 8 Ende September, ca. drei Jahre, nachdem Samsung Qi einbaute, nimmt das Thema Wireless Charging richtig an Fahrt auf. Wir wollten es in der Höhle der Löwen auf eine weitere Bekanntheitsebene bringen.

Viel wichtiger als der Auftritt ist uns, User mit FluxPort in Berührung kommen zu lassen und ihnen dabei eine gute Kundenerfahrung zu bieten, genauso wie unseren Partnern ein gutes Produkt und einen exzellenten Service, mit unserer Leistung und innovativer Technologie zu überzeugen. Das ganze Team arbeitet sehr hart an dieser Entwicklung und auch nur so können wir nachhaltig Kunden und Partner von uns überzeugen. Wir haben viel vor – und gehen es an!